
Low-Code / No-Code
10 kuratierte Tools in dieser Kategorie
Low-Code-Plattformen verschieben die Grenze dessen, was ohne komplettes Entwicklungsprojekt machbar ist: Interne Tools, Admin-Panels und automatisierte Workflows entstehen im visuellen Builder statt im Framework. Werkzeuge wie Appsmith oder ToolJet verbinden sich mit deinen Datenbanken und APIs und machen daraus bedienbare Oberflächen, Windmill führt Skripte und Workflows zeit- oder ereignisgesteuert aus.
Diese Kategorie konzentriert sich auf Open-Source-Plattformen, die du selbst hosten kannst, damit Geschäftsdaten nicht durch fremde Clouds laufen. Die Auswahl ist noch klein und wächst laufend, jedes gelistete Tool ist geprüft. Was eine Low-Code-Plattform von No-Code-Tools unterscheidet und worauf du bei der Wahl der Plattform achten solltest, liest du im Leitfaden unter den Tools.


ycode
Open-Source Website-Builder mit Visual Editor und CMS zum Self-Hosting


Langflow
Low-Code AI-Builder für Agenten und RAG-Anwendungen mit visueller Oberfläche

Silex
Open-Source Website-Builder für statische Seiten mit visuellen Editor

Vvveb
Open-Source CMS mit Drag-and-Drop Page Builder für Websites und Online-Shops

Webstudio
Open-Source Website Builder mit vollständiger CSS-Kontrolle und CMS-Integration

Windmill
Open-Source-Plattform für interne Tools, Workflows und Datenpipelines

NocoBase
Open-Source No-Code-Plattform mit AI-Mitarbeitern und voller Erweiterbarkeit

Appsmith
Open-Source Low-Code-Plattform für schnelle Custom-App-Entwicklung
Was ist eine Low-Code-Plattform?
Eine Low-Code-Plattform erzeugt Anwendungen über visuelle Builder: Oberflächen entstehen per Drag-and-drop, Datenquellen werden per Konfiguration angebunden, und wo Klicken nicht reicht, schreibst du gezielt Code, meist JavaScript oder SQL. No-Code-Plattformen verzichten ganz auf diese Code-Ebene und stoßen dafür früher an Grenzen. Appsmith und ToolJet bauen interne Apps auf bestehenden Datenbanken und APIs, NocoBase arbeitet datenmodell-zentriert, Windmill führt Skripte als Workflows aus, und Webstudio überträgt das visuelle Bauen auf Websites.
Typische Einsatzszenarien
Interne Tools auf vorhandenen Daten: Bestellungen korrigieren, Kundendaten nachschlagen, Freigaben erteilen. Ein Admin-Panel in Appsmith oder ToolJet steht in Tagen, weil Tabellen, Formulare und Buttons fertig vorliegen und nur mit der Datenquelle verdrahtet werden.
Workflow-Automatisierung: Wiederkehrende Jobs, Webhooks und geplante Skripte laufen in Windmill versioniert als echter Code (Python, TypeScript und weitere Sprachen), mit Oberfläche für Parameter und Ausführungshistorie.
Websites ohne Framework-Projekt: Marketing- und Inhaltsseiten entstehen in Webstudio visuell, ohne dass dafür ein eigenes Frontend-Projekt aufgesetzt werden muss.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Datenhoheit: Interne Tools greifen direkt auf Produktivdatenbanken zu. Self-hosted Plattformen halten Zugangsdaten und Abfragen auf deiner Infrastruktur, was die DSGVO-Bewertung vereinfacht und keinen externen Auftragsverarbeiter erfordert.
Ausstiegspfad: Plattform-Grenzen zeigen sich erst im Betrieb. Prüfe vor dem Start, ob sich Logik als Code exportieren lässt oder in einem proprietären Format feststeckt. Windmill speichert Workflows ohnehin als Skripte, das hält den Weg zurück zur klassischen Codebasis offen.
Rechte und Nachvollziehbarkeit: Rollen müssen trennen, wer Apps verändern darf und wer sie nur bedient. Fehlt diese Trennung samt Audit-Historie, wird aus dem schnellen internen Tool ein unkontrollierter Zugriffsweg auf Produktivdaten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Low-Code und No-Code?
No-Code richtet sich an Anwender ohne Programmierkenntnisse, alles entsteht über visuelle Konfiguration. Low-Code kombiniert den visuellen Builder mit gezielten Code-Eingriffen und richtet sich an technische Teams, die schneller liefern wollen. Der praktische Unterschied liegt im Deckel: No-Code endet an den Grenzen der Plattform, Low-Code lässt sich per Code darüber hinaus erweitern.
Sind Low-Code-Plattformen DSGVO-konform einsetzbar?
Ja, am einfachsten mit self-hosted Open-Source-Plattformen wie Appsmith, ToolJet oder Windmill: Daten und Zugangsdaten bleiben auf deinem Server, ein externer Auftragsverarbeiter entfällt. Bei Cloud-Angeboten hängt die Bewertung von Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag ab.
Die Auswahl oben ist klein und wächst laufend, jedes gelistete Tool ist redaktionell geprüft. Für interne Apps auf bestehenden Datenbanken starte bei Appsmith oder ToolJet, für skriptlastige Automatisierung bei Windmill.
