
Zeiterfassung
41 kuratierte Tools in dieser Kategorie
Zeiterfassung klingt nach Pflicht, entscheidet aber darüber, ob du am Monatsende weißt, wohin deine Arbeitszeit geflossen ist. Ob du als Freelancer abrechenbare Stunden dokumentierst, im Team Projektbudgets im Blick behältst oder einfach wissen willst, was dich täglich Zeit kostet: Das passende Tool nimmt dir die Buchhaltung ab, ohne dich beim Arbeiten zu stören.
Die Auswahl reicht von Open-Source-Software zum Selbst-Hosten über kostenlose Apps bis zu SaaS-Diensten mit Abrechnungs-Anbindung. Worauf du bei der Entscheidung achten solltest und welche Fragen vor der Einführung zu klären sind, liest du im Leitfaden unter den Tools. Jedes Tool hier im Verzeichnis hat eine eigene Detailseite mit Stärken, Schwächen und Einordnung.


Sayr
Transparentes Projektmanagement mit öffentlichem Portal für Nutzerfeedback

Hackatime
Kostenlose Open-Source-Alternative zu WakaTime für Coding-Zeit-Tracking



Etherpad
Open-Source Online-Editor für kollaboratives Arbeiten in Echtzeit

Worklenz
Kostenloses Open-Source-Projektmanagement für Agenturen und Teams

Taskosaur
KI-Projektmanagement per Sprache statt Klicks – Open Source & selbstgehostet


Kaneo
Minimalistisches Projektmanagement-Tool mit Fokus auf Ausführung statt Overhead

TIMEtagger
Open-Source Zeiterfassung mit interaktiver Timeline und Tag-basiertem Workflow

OpenProject
Open Source Projektmanagement für klassische, agile und hybride Workflows


activitywatch.net
Open-Source-Zeiterfassung zur automatischen Aktivitätsüberwachung am PC

awork.com
Projektmanagement-Plattform speziell für Agenturen mit integrierter AI

Moxie
All-in-One Business Management Software für Freelancer und Solopreneure




Rize
Zeitmanagement und Produktivität durch intelligente Aktivitätsverfolgung

Working Hours
Arbeitszeiten tracken und verwalten – überall und jederzeit



Was ist Zeiterfassung-Software?
Zeiterfassung-Software dokumentiert, wie viel Arbeitszeit in welche Aufgabe fließt. Hinter dem einen Begriff stecken zwei verschiedene Aufgaben: die gesetzlich getriebene Arbeitszeiterfassung mit Stempelzeiten, Pausen und Überstunden, und das projektbezogene Time Tracking, bei dem Stunden Kunden und Budgets zugeordnet werden. Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen Arbeitgeber in Deutschland Arbeitszeiten systematisch erfassen, was das Thema vom Nice-to-have zur Compliance-Frage gemacht hat. Viele Tools können nur eine der beiden Aufgaben gut. Wer für die Kundenabrechnung erfasst, braucht Projektstrukturen, Stundensätze und Exporte. Wer das Arbeitszeitgesetz erfüllen muss, braucht Pausenregeln und nachvollziehbare Protokolle. Die erste Frage vor jeder Tool-Auswahl lautet deshalb: Wofür erfasst du überhaupt?
Typische Einsatzszenarien
Freelancer und Agenturen: Abrechenbare Stunden je Kunde und Projekt erfassen, am Monatsende als Rechnungsgrundlage exportieren. Hier zählt die Verbindung zur Abrechnung, etwa über Stundensätze pro Projekt und saubere CSV- oder PDF-Exporte.
Teams mit Projektbudgets: Wenn ein Projekt 100 Stunden Budget hat, willst du bei Stunde 80 eine Warnung, nicht bei Stunde 130 eine Überraschung. Team-Tools zeigen Budgetverbrauch in Echtzeit und verteilen Stunden auf Mitarbeiter.
Gesetzliche Arbeitszeiterfassung: Kommen-und-Gehen-Zeiten, Pausenkontrolle, Überstundenkonten. Hier zählen Nachvollziehbarkeit und einfache Bedienung für alle Mitarbeiter, nicht Projektfeatures.
Selbstanalyse: Automatische Tracker protokollieren im Hintergrund, welche Programme und Projekte tatsächlich Zeit binden. Das liefert ehrlichere Daten als jede manuelle Schätzung und eignet sich für alle, die ihre Arbeitsgewohnheiten verstehen wollen.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Datenhoheit: Arbeitszeiten sind personenbezogene Daten, bei Teams sogar besonders sensible. Self-hosted Tools wie Kimai oder Lasius behalten alle Daten auf deinem Server, was die DSGVO-Bewertung deutlich vereinfacht und Betriebsvereinbarungen leichter verhandelbar macht.
Erfassungs-Ergonomie: Ein Tool, das fünf Klicks pro Buchung verlangt, wird nach zwei Wochen nicht mehr gepflegt, und ungepflegte Zeiterfassung ist wertlos. Timer-Start per Tastenkürzel, Browser-Erweiterung oder automatische Erkennung entscheiden über die Datenqualität.
Export und Abrechnung: Spätestens bei der Rechnung zeigt sich, ob ein Tool praxistauglich ist. Prüfe vor der Einführung, ob sich Stunden nach Kunde, Projekt und Zeitraum filtern und in deinem Abrechnungsformat exportieren lassen.
Kostenmodell: Pro-Nutzer-Preise summieren sich in Teams schnell auf dreistellige Monatsbeträge. Open-Source-Alternativen kosten stattdessen Betriebsaufwand: ein Server, Updates, Backups. Welche Währung dir lieber ist, hängt von deiner technischen Ausstattung ab.
Open Source vs. kommerziell
Zeiterfassung gehört zu den Kategorien mit ausgereiften Open-Source-Optionen. Kimai ist seit Jahren etabliert und deckt von der Solo-Erfassung bis zur Team-Abrechnung viel ab, Lasius bringt einen moderneren Ansatz für datenschutzkritische Umgebungen mit. Kommerzielle SaaS-Dienste punkten dafür mit Onboarding, Support und fertigen Integrationen in Buchhaltungs- und Projektmanagement-Software. Eine ehrliche Faustregel: Wer Docker bedienen kann und Datenhoheit will, fährt mit Open Source besser. Wer in zehn Minuten starten will und Support braucht, zahlt das SaaS-Abo.
Häufige Fragen
Was kostet Zeiterfassung-Software?
Open-Source-Tools wie Kimai sind kostenlos und laufen auf eigenem Server, der ab etwa 5 Euro im Monat zu haben ist. SaaS-Dienste starten meist bei 5 bis 12 Euro pro Nutzer und Monat, Enterprise-Funktionen wie Schichtplanung kosten mehr. Für Solo-Nutzer gibt es mehrere dauerhaft kostenlose Apps.
Ist Zeiterfassung für Freelancer Pflicht?
Nein. Die Erfassungspflicht aus dem Arbeitszeitgesetz betrifft Arbeitgeber mit Angestellten. Für Freelancer ist Zeiterfassung trotzdem die Grundlage jeder Abrechnung nach Aufwand und die einzige verlässliche Antwort auf die Frage, ob sich ein Kunde rechnet.
Welche Zeiterfassung ist DSGVO-konform?
DSGVO-Konformität hängt vom Betrieb ab, nicht vom Tool allein: Wo liegen die Daten, wer hat Zugriff, gibt es einen AV-Vertrag? Am einfachsten ist die Bewertung bei self-hosted Lösungen, weil die Daten den eigenen Server nie verlassen. Bei SaaS-Diensten lohnt der Blick auf Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag.
Die Tools oben decken das ganze Spektrum ab, vom minimalistischen Timer bis zur Team-Lösung mit Abrechnung. Jede Detailseite zeigt Stärken, Schwächen und passende Alternativen.
